Schüler des BEJ in Frankreich

b2Das ganze Jahr über wurde unter der Anleitung der Lehrkräfte Koch und Glasbrenner kräftig gearbeitet, um Geld in die Klassenkasse zu bekommen. Vom 19. Mai bis zum 28. Mai war es dann so weit - die Belohnung in Form einer Studienreise in die Provence. Mit im Gepäck Mountainbikes, denn die Schüler hatten nicht nur Landschaft, Kultur und französische Lebensart im Visier. Im Zentrum dieser Reise stand die sportliche Herausforderung in Gestalt einiger Gipfel, die es zu erklimmen galt.

Über Mühlhausen, Lyon und Orange, an Avignon vorbei ging es nach Maubec, einem kleinen Ort am Fuße des Petit Luberon. Dort bezog man Quartier in einer Hütte auf einem kleinen Campingplatz, der Stützpunkt für alle weiteren Exkursionen.

Am ersten Tag stand leichtes Einradeln nach Fontaine de Vaucluse auf dem Programm. Immerhin bot diese Tour bereits einen Abschnitt mit 14% Steigung, einen ersten Vorgeschmack auf die Anstrengungen kommender Tage.

Kultureller Höhepunkt war am folgenden Tag der Besuch der alten Papstresidenz Avignon, wo den Schülern auch Gelegenheit gegeben wurde auf eigene Faust die Stadt zu erkunden.

b1Tags darauf stand die Tour auf den Petit Luberon auf dem Plan, ein herrlicher Radweg auf dem Kamm eines Bergrückens mit wunderschönen Aussichten und einer rasanten Abfahrt hinunter in die Ebene. Dumm nur, dass man erst einmal hinauf muss. Knapp 4 Kilometer auf kaum befestigter Straße immer steil bergauf – ein erster Härtetest auch für Jungs, die sich bis dahin für absolute Sportskanonen gehalten hatten.

b3 Nach einem Tag Durchpusten in Saintes Maries de la Mer rief der Berg – der Mont Ventoux, mit knapp 2000 Höhenmeter der Gigant der Provence und einer der legendären Anstiege im Programm der Tour de France. Hochmotiviert, allerdings völlig ungedopt, ging es 26 Kilometer nur bergauf, am Ende mit Steigungen bis zu 11%. Lohn aller Anstrengung war nicht nur eine dramatisch schöne Aussicht auf das Rhonedelta und die französischen Alpen sondern vor allem auch die Gewissheit, eine große Herausforderung bewältigt zu haben.

Alle weiteren Touren durch die Provence an den folgenden Tagen hatten nun eher den Charakter eines entspannten Ausradelns, Die schöne Stadt Gordes, Märkte in der Provence, der Besuch eines Biobauernhofs mit Weingut, die Gelegenheit auf einer Kirschbaumplantage sich selbst die Kirschen vom Baum zu pflücken, eine kleine Weinprobe, der Besuch des van Gogh.Museums in Saint-Rémy-de-Provence die gemeinsamen Grillabende vor der Hütte – das alles fügte sich zusammen zum Bild einer Reise, das für alle ein wunderbares und motivierendes Erlebnis war. (do)

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