WMS erfolgreich nach AZAV zertifiziert

AZAV-ZulassungDie Wilhelm-Maybach-Schule wurde erfolgreich nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert. Marion von Wartenberg. Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, überreichte dem AZAV-Beauftragten der WMS, Moritz Keller, sowie 15 weiteren Schulen die entsprechende Zulassung am 26. März 2015 bei einer Feierstunde in Schwäbisch Hall. Mit dem AZAV-Zertifikat hat die WMS den Status eines zugelassenen Trägers von Bildungsmaßnahmen nach dem Recht der Arbeitsförderung und darf Umschüler mit Bildungsgutscheinen der Bundesagentur für Arbeit (BfA) unterrichten.

 

In der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV), die das Bundesministerium für Arbeit und Soziales 2012 erlassen hat, sind die Mindestanforderungen formuliert, die eine Bildungseinrichtung erfüllen muss, wenn sie Ausbildungsmaßnahmen durchführen möchte, die durch die Bundesagentur für Arbeit (BfA) gefördert werden. So sieht es das Gesetz zur Verbesserung von Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt im Sozialgesetzbuch III vor.

 

AZAV-blauAuch berufliche Schulen bieten in Zusammenarbeit mit Bildungsträgern oder in bestimmten Bildungsbereichen selbständig geförderte Ausbildungen an. Sie benötigen daher ebenfalls eine solche Zertifizierung. Der Einstieg der beruflichen Schulen in Baden-Württemberg in die AZAV-Zertifizierung sollte angesichts des Fachkräftemangels zunächst Umschulungen insbesondere in der Erziehung und Pflege erleichtern. Bislang mussten Umschüler diese Bildungsmaßnahme aus eigener Tasche bezahlen.

 

Über den Bereich der Pflege- und Erziehungsberufe hinaus sind die staatlichen Beruflichen Schulen aber auch für andere Maßnahmen der Umschulung als Partner unterschiedlicher Bildungsanbieter tätig. Die WMS etwa arbeitet vor allem mit dem privaten Weiterbildungsanbieter „Berufsfortbildungswerk (bfw)“ zusammen. Bei etwa 70 bfw-Umschülern übernimmt die WMS den schulischen Teil der Ausbildung und brauchte dafür die AZAV-Zertifizierung.

 

Die WMS wurde für folgende Bereiche zertifiziert: Berufsschule für Maschinen und AnlageführerIn, Werkzeug-, Industrie-, FeinwerkmechanikerIn, ElektrotechnikerIn für Geräte und Systeme, IndustrieelektrikerIn, InformationselektrikerIn, MechatronikerIn, KonstuktionsmechanikerIn, MetallbauerIn; Fachschule für Technik – Maschinentechnik (Profilklasse Fertigungstechnik und Profilklasse Konstruktion), Fachschule für Technik – Elektrotechnik, Fachschule für Technik – Automatisierungstechnik und Mechatronik; Meisterschule für KFZ-Technik.

 

Die AZAV-Zertifizierung der staatlichen beruflichen Schulen sieht ein Verfahren vor, das nicht jede Schule einzeln zertifiziert, sondern in einem sogenannten Matrixverfahren alle teilnehmenden Schulen erfasst. Dabei gelten die Schulen als Standorte einer zentralen Trägerstelle, die die Aufsicht über die Erfüllung der AZAV-Anforderungen sicherstellt und überprüft. Diese zentrale Trägerstelle wird regelmäßig durch einen externen Zertifizierungsdienstleister, die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS), überprüft – ebenso die der zentralen Trägerstelle angegliederten Schulen anhand von Stichproben.

 

Eine Zertifizierung nach AZAV umfasst die allgemeine Überprüfung der Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit einer Einrichtung, den Nachweis der Qualifikation des Personals, die Rechenschaftslegung über die Aufrechterhaltung eines systematischen Qualitätsmanagements und die Überprüfung der korrekten Durchführung und Dokumentation des Bildungsangebotes sowie der flankierenden Maßnahmen zur individuellen Unterstützung teilnehmender Personen. (en)

 

Mehr Informationen über die AZAV-Zertifizierung sind auf den Seiten der zentralen Trägerstelle zu finden sowie in der Pressemitteilung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.

 

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