Beste Schüler zum Maybach-Tag geehrt

Maybach-Preisträger 2015Die Wilhelm-Maybach-Schule hat ihre fünf besten Absolventen des vergangenen Schuljahres mit einer feierlichen Preisverleihung am Freitag, 17. April 2015, geehrt. Urkunden, Maybach-Büsten und einen Besuch bei MTU in Friedrichshafen erhielten (auf dem Foto von links nach rechts):

Heiko Schenker

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik; Bauunternehmung Böpple GmbH, Heilbronn

Maximilian Renner

Allgemeine Hochschulreife (Technisches Gymnasium)

Philipp Matras

Staatl. geprüfter Techniker (Automatisierungstechnik/Mechatronik)

Jean-Pascal Lutze

Mechatroniker; Illig Maschinenbau GmbH, Heilbronn

Thomas Watzlik

Staatl. geprüfter Techniker (Maschinentechnik, Profil: Konstruktion)

Den Festvortrag zur Vergabe der Maybach-Preise hielt in diesem Jahr Prof. Dr.-Ing. Raoul Daniel Zöllner von der Hochschule Heilbronn zum Thema „Autonomes Fahren“. Er dämpfte die Euphorie, mit der diese Möglichkeit derzeit in den Medien vorgestellt wird. Noch seien nicht alle technologischen Probleme gelöst. Ein Känguru beispielweise, das über eine Kreuzung springt, könne vom Algorithmus eines autonom fahrenden Autos nicht erkannt werden, weil es dort nicht erwartet und deshalb nicht entsprechend modelliert wurde.

Zöllner plädierte für eine schrittweise Einführung des autonomen Fahrens, das durch die Gesellschaft kontrolliert werden müsse. Wollen wir, dass „Autofahren zum Liftfahren“ wird? Diese Frage müsse diskutiert werden. Ebenso seien auch rechtliche Probleme zu klären, etwa, wer haftet, wenn ein autonomes Fahrzeug einen Schaden verursacht.

Beim diesjährigen Maybach-Tag hat die Wilhelm-Maybach-Schule bereits zum 35. Mal diejenigen Absolventen ausgezeichnet, die sich mit schulischer Bildung nach oben gearbeitet haben. Den Preis hat die Enkelin von Wilhelm Maybach, Irmgard Schmid-Maybach (San Francisco), 1980 gestiftet. Mit der Stiftung des Preises verband sie den Wunsch, Schülerinnen und Schüler zu ehren, die wie ihr Großvater Wilhelm Maybach aus einfachen Verhältnissen stammen und mit Fleiß und Durchhaltevermögen Großes geleistet haben. Der gebürtige Heilbronner lebte seit seinem zehnten Lebensjahr in einem Waisenhaus, dem Bruderhaus in Reutlingen. Dort erhielt er eine Ausbildung als technischer Zeichner und Konstrukteur und lernte Gottlieb Daimler kennen, dessen Assistent er wurde.

Agnes Christner, Bürgermeisterin der Stadt Heilbronn, beschrieb Maybach als „innovativ, fleißig und ausdauernd“ – Eigenschaften, die sie in ihrem Grußwort des Schulträgers den Maybach-Preisträgern für die Zukunft wünschte.

 

 

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