Bundestag, Bundesrat und deutsche Geschichte

Mit gepackten Koffern trafen wir uns am Montag, 26. Oktober, um 7.30 Uhr am Heilbronner Hauptbahnhof mit unseren begleitenden Lehrern Frau Schantz und Herrn Lobitz. Nach 5-stündiger Fahrt mit dem ICE endlich in Berlin angekommen, liefen wir zum Hotel, welches nur etwa zwei Minuten vom Hauptbahnhof entfernt lag. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, ging es in den Friedrichshain zur East Side Gallery, dem längsten erhaltenen Teilstück der Berliner Mauer, welches mit Graffitis verziert ist.

Am Dienstagvormittag absolvierten wir an der Technischen Universität Berlin einem Workshop zum Thema Akustik. Nachdem wir uns mit dem Klang verschiedener Lautsprechertypen beschäftigt hatten, haben wir anschließend selbst ein Gerät gelötet, das ohrenbetäubenden Lärm verursacht hat.

Nachmittags stiegen wir in die Berliner Unterwelten hinab – durch eine so genannte Gasschleuse ging es in den Vorraum eines ehemaligen öffentlichen Schutzbunkers. Als wir tiefer in den Schutzbunker liefen, hörten wir links und rechts die U-Bahnen fahren, die das gesamte Areal zum Beben brachten. In einem kleineren Raum angekommen, stießen wir auf einen Elektromotor, der für die komplette Luftzufuhr zuständig war. Dass auch für den Fall eines Stromausfalls vorgesorgt war, demonstrierten zwei Schüler bei einer Simulation: Sie mussten mithilfe von zwei Handkurbeln den Elektromotor mit konstanter Geschwindigkeit im Takt halten. Später wurde uns noch eine „Personendosierschleuse“ gezeigt sowie die Küche, die trotz aller technischer Vorbereitungen auf einen Ernstfall zu keiner Zeit mit Vorräten gefüllt war.

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Am Mittwoch machten wir mit dem „100er Bus“ eine kleine Stadtrundfahrt, bevor wir auf der Besuchertribüne des Bundestages Platz nahmen und einen Vortrag über dessen Geschichte hörten. Außerdem waren wir zu einem Gespräch mit dem Heilbronner SPD-Abgeordneten Josip Juratovic verabredet. Anschließend sind wir mit dem Aufzug zur Kuppel gefahren und hatten von dort aus einen tollen Ausblick über Berlin. Danach gab es im Paul-Löbe-Haus noch ein spätes Mittagessen mit Blick auf Spree und Kanzleramt.

Am Donnerstag waren wir bei der Gedenkstätte Berliner Mauer und haben uns den Todesstreifen und den Mauerverlauf an der Bernauer Straße angeschaut. Anschließend haben wir den Bundesrat besucht, wo wir nach einer keinen Führung durch den Sitzungssaal das Gesetzgebungsverfahren in einem Rollenspiel simulierten. Nachmittags sind wir dann zum ehemaligen Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen gefahren. Dort bekamen wir eine spannende Führung und lernten etwas über die „U-Boot-Zellen“, das Handeln der Stasi und ihre Verhörmethoden.

Am Freitag ging es dann gegen 10 Uhr schon wieder zurück nach Heilbronn, wo wir gegen 16.30 Uhr mit lauter neuen Eindrücken angekommen sind.

Bericht: C. Richards (TG12/2)

Foto: S. Schantz

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