Beste Schüler zum Maybach-Tag geehrt

Maybach Preisträger

Die Wilhelm-Maybach-Schule hat ihre fünf besten Absolventen des vergangenen Schuljahres mit der Verleihung des Maybach-Preises am Freitag, 11. März 2016, ausgezeichnet. Urkunden, Maybach-Büsten und einen Besuch bei MTU Friedrichshafen erhielten (auf dem Foto mit den Maybach-Büsten in der Hand von links nach rechts):

Patrick Wenninger

Elektroniker für Geräte und Systeme, Flein; Robert Bosch GmbH, Abstatt

Johannes Reiner

Technischer Systemplaner (Stahl- und Metallbautechnik), Brackenheim; Wilhelm Kurz & Söhne GmbH & Co. KG, Brackenheim

Jasmin Graber

Staatlich geprüfte Informationstechnische Assistentin, Esslingen

Thorsten Stiefel

Staatlich geprüfter Techniker (Elektrotechnik), Gemmingen

Timo Huber

Staatlich geprüfter Techniker (Fertigungstechnik), Pfedelbach

Als einen „nicht mehr wegzudenkenden Programmpunkt im Kalender der Schule“ bezeichnete den Maybach-Tag Thomas Gessler, Urenkel von Wilhelm Maybach. Seit bereits 36 Jahren kommen Vertreter der Familie, des Maybach-Clubs und der Wilhelm-Maybach-Schule zusammen, um mit einem Festakt die besten SchülerInnen des letzten Schuljahres zu würdigen. Annähernd 200 Preisträger habe die Wilhelm-Maybach-Schule seither hervorgebracht und sei damit eine „Kaderschmiede“ für technische Berufe, so Gessler.  

Den Maybach-Preis hat die Enkelin von Wilhelm Maybach, Irmgard Schmid-Maybach (San Francisco), 1980 gestiftet. Mit der Stiftung des Preises verband sie den Wunsch, SchülerInnen zu ehren, die wie ihr Großvater Wilhelm Maybach aus einfachen Verhältnissen stammen und mit Fleiß und Durchhaltevermögen Großes geleistet haben. Der in Heilbronn geborene Motoren- und Automobilkonstrukteur lebte seit seinem zehnten Lebensjahr in einem Waisenhaus, dem Bruderhaus in Reutlingen. Dort erhielt er eine Ausbildung als technischer Zeichner und Konstrukteur und lernte Gottlieb Daimler kennen, dessen Assistent er wurde.

„Fleiß, Zielstrebigkeit und Bescheidenheit“ seien die Tugenden von Wilhelm Maybach gewesen, erläuterte Gessler. Diese Tugenden wünschte er den Preisträgern. „Seien Sie Gestalter, aber behalten Sie auch das Gemeinwohl im Auge.“ Dass sie ein „wichtiger Bausein für die Industrie 4.0 sein sollen“, gab den ausgezeichneten SchülerInnen Steffen Besserer (auf dem Foto ganz links) mit auf den Weg. Er leitet die Personal- und Organisationsentwicklung der Rolls-Royce Power Systems AG und überreichte zusammen mit dem Maybach-Urenkel Gessler (auf dem Foto ganz rechts) die Preise.

Mit „Industrie 4.0“ war das Thema des Festvortrags angesprochen, den in diesem Jahr Dipl. Ing. Uwe Häberer hielt. Der Deutschland-Leiter der Division Digital Factory bei der Siemens AG plädierte dafür, die Veränderungskraft der Digitalisierung „kraftvoll zu nutzen“, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigen. Mit Industrie 4.0 wird die umfassende digitale Vernetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette beschrieben. Ein „Schlüsselthema“, mit dem sich auch die Maybach-Schule auseinander setzen müsse, so Schulleiter Bruno Troßbach. Dazu war mit Häberer ein ehemaliger Schüler als Festredner eingeladen: Er hat an der WMS Informationselektroniker gelernt und später an der Hochschule Heilbronn studiert.

Dass die Wilhelm-Maybach-Schule gute Arbeit leistet, bestätigte Martin Diepgen, Erster Bürgermeister der Stadt Heilbronn. Er nannte die Förderung Begabter durch den Maybach-Preis „ein gutes Rezept, um den Fachkräftebedarf sicher zu stellen“. Im Fach- und Arbeitskräftemangel sieht er „die größte Bedrohung unseres Wohlstands“. Deshalb sei es wichtig, „jedes Potenzial zu finden, zu fördern und zu nutzen“. Eine Aufgabe, der sich die WMS etwa mit der VABO-Klasse stelle, in der Jugendliche ohne Deutschkenntnisse auf Arbeit und Beruf vorbereitet werden. Diesbezüglich formulierte Diepgen zuversichtlich: „Die Chance soll uns leiten, nicht die Angst vor dem Risiko.“ (en)

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