64 Techniker-Absolventen präsentierten ihre Abschlussarbeiten

Technikerpräsentation 1Zehn Jahre hat Steffen Basik bei einem Elektromotorenhersteller gearbeitet und sich dann entschlossen, wieder die Schulbank zu drücken. „Ich wollte noch mehr lernen, um mich weiterentwickeln zu können“, so Basik. Eine Entscheidung, die sich gelohnt hat: Nach zwei Jahren Fortbildung zum Techniker an der Wilhelm-Maybach-Schule hat der gelernte Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik einen Job als Softwareentwickler für Maschinensteuerungen bekommen. Am Samstag, 2. Juli 2016, präsentierte er als einer von 64 Absolventen der Fachschule für Technik seine Abschlussarbeit: Basik hat die Antriebstechnik für einen Stanzautomaten entwickelt, mit dem Blechpakete für Scheibenläufermotoren hergestellt werden.

Technikerpräsentation 3Auch für Hans-Christian Roth, Tristan Frölich und Uwe Schambacher hat sich die Techniker-Weiterbildung bezahlt gemacht. Sie haben gemeinsam einen Positionierroboter mit vier Achsen geplant, gebaut und die dazugehörige Software programmiert. Ursprünglich hatte ihre Firma das Projekt nur für einen Technikerschüler ausgeschrieben – jetzt werden sie alle drei übernommen. „Das ist ein gutes Beispiel für die sehr positive Lage der Absolventen auf dem Arbeitsmarkt“, berichtet Markus Sütterlin, Fachgruppenleiter der Fachschule für Technik mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik und Mechatronik.

Technikerpräsentation 2Die Wilhelm-Maybach-Schule selbst profitiert ebenfalls vom Können der Techniker. Denn einige Abschlussprojekte bestehen auch darin, Lehrmittel für den Unterricht herzustellen. Patrick Benz zum Beispiel hat die Produktion von 14 Schritt- und 14 Servomotoren betreut und die Software für die Vernetzung dieser Antriebe geschrieben. An den neuen Trainingsmodulen können Technikerschüler künftig die Antriebstechnik lernen.

Technikerpräsentation 5Armin Friederich, der die Fachrichtung Maschinentechnik der Technikerschule an der Wilhelm-Maybach-Schule leitet, freut sich, dass die Projekte, die die Techniker in seinem Bereich erstellen, zu 90 Prozent umgesetzt werden: „Die Betriebe haben einen Vorteil von der Arbeit der Schüler.“ Steffen Metzger etwa hat ein Transportgestell für schwere Zahnräder konstruiert. Jetzt können diese einfacher von der Fertigung in die Vormontage befördert werden.

Technikerpräsentation 6Vorgabe für Frank Hoffmann war es, einen neuen Klapp-Schutzdeckel für Land- und Baumaschinen zu entwickeln, der unter anderem staub- und wasserdicht ist. Der gelernte Zerspanungsmechaniker wollte mit der Techniker-Weiterbildung „weg von der Automobilbranche und etwas Neues ausprobieren“. Hoffmanns Vorhaben ist aufgegangen: Jetzt kommt seine Idee auf den Markt und er kann bei seiner Technikerarbeitsfirma in der Abteilung Entwicklung und Konstruktion anfangen. (en)

 

Die Themen aller Abschlussarbeiten sowie die beteiligten Betriebe können in der Einladung nachgelesen werden:

pdfEinladung zur Technikerpräsentation Maschinentechnik zum Download

pdfEinladung zur Technikerpräsentation Automatisierungstechnik und Mechatronik zum Download

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