Abschied für Bruno Troßbach – Willkommen für Dieter Thumm

Übergabe Urkunde„Wenn es keine Altersgrenze gäbe, würden wir sie immer noch nicht verabschieden.“ – Das vermutete zumindest Martin Sabelhaus, Referatsleiter Berufliche Schulen beim Regierungspräsidium Stuttgart, als er Schulleiter Bruno Troßbach am Donnerstag, 7. Juli 2016, die Entlassungsurkunde überreichte. 13 Jahre lang leitete Troßbach mit der Wilhelm-Maybach-Schule eine der größten beruflichen Schulen Baden-Württembergs – und hätte bereits vor einigen Jahren den Ruhestand antreten können.

Auch jetzt fällt es dem 67-Jährigen schwer zu gehen – aus einem einfachen Grund: „Ich hatte unwahrscheinliches Glück“, berichtete Troßbach zu seinem Abschied. Glück mit den Kolleginnen und Kollegen, den Mitgliedern der Schulleitungsrunde, dem Sekretariat, dem Regierungspräsidium, dem Schulträger, der Familie Maybach, den Schulleiterkollegen, der Handwerkskammer sowie der IHK. Rede TroßbachSie alle waren zur Abschiedsfeier gekommen, um ihrerseits Bruno Troßbach zu danken und seine Verdienste zu würdigen – umrahmt von der Musik der Lehrerband „Feetwarmers“. „Die Wilhelm-Maybach-Schule trägt ihre Handschrift“, so Sabelhaus. Herzensangelegenheit von Bruno Troßbach sei es vor allem gewesen, den Schülerinnen und Schülern zu helfen.

Ganz ähnlich fasste Oberbürgermeister Harry Mergel das Glücksrezept von Troßbach zusammen: „Du magst die Menschen, vor allem die Schüler.“ Nun gehe nach 13 Jahren eine „bedeutende Ära zu Ende“. 26 Jahre hatte Troßbach als Handelslehrer an der Gustav-von-Schmoller-Schule unterrichtet und nach einigen Jahren am Regierungspräsidium dann die Leitung der Wilhelm-Maybach-Schule übernommen. Troßbach habe, auch als geschäftsführender Schulleiter der städtischen beruflichen Schulen, „in den letzten Jahren den Bildungsstandort Heilbronn maßgeblich geprägt und entwickelt“, sagte Mergel, selbst ehemaliger Handelsschullehrer. Die komplette städtische Verwaltungsspitze, „sofern sie nicht im Ausland ist“, sei deshalb zu Ehren von Troßbach in die Wilhelm-Maybach-Schule gekommen.

Troßbach gab das Kompliment zurück: „Ich kann mir keine bessere Zusammenarbeit zwischen Schule und Schulträger vorstellen.“ Die Stadt als Schulträger würde die beruflichen Schulen wertschätzen. „Von der Bedeutung für Menschen und Unternehmen, die der beruflichen Ausbildung beigemessen wird, wird die Zukunft der Region bestimmt“, erläuterte Troßbach. Mit 55.000 Quadratmetern ist das Technische Schulzentrum der größte von der Stadt unterhaltene Gebäudekomplex. Dieser sei der Stadt „nicht nur lieb, sondern auch teuer“ gewesen, so Troßbach, der als Schulleiter immer auch viele Baustellen im Schulhaus managen musste.

Abschied und WillkommenMit dem Abschied von Schulleiter Bruno Troßbach war in den zahlreichen Grußworten zugleich ein herzliches Willkommen an seinen Nachfolger, Dieter Thumm, verbunden. Der bislang stellvertretende Schulleiter der Carl-Schäfer-Schule in Ludwigsburg tritt sein Amt am 1. August an – und damit in „sehr große Fußstapfen“, so Martin Sabelhaus vom Regierungspräsidium Stuttgart. Hinzu kämen große Veränderungen in der Bildungslandschaft: Sabelhaus nannte den demografischen Wandel, den Umgang mit Flüchtlingen und die Digitalisierung. Diese Herausforderungen könnten „nur gemeinsam mit allen Beteiligten gemeistert werden“, sagte Thumm. Er freue sich darauf, diese gestalten zu können. (en)

Aktuell sind 399 Gäste und keine Mitglieder online