BK-Schüler in Norwegen mit Erasmus+

Schüler des zweijährigen Berufskollegs gehen zurzeit in Mo i Rana (Norwegen) zur Schule. Im Folgenden berichten die Schüler von den Eindrücken und Erlebnissen bei diesem Besuch.

 

Tag 1 (24.03.2017)

image001Wir trafen uns morgens am Flughafen in Stuttgart um nach Norwegen zu fliegen. Schon bei unserer ersten Gepäckkontrolle kam es zu Schwierigkeiten. Alexander musste seine Halskette nach Hause zurückschicken. Dadurch kam er fünf Minuten zu spät zu unserem ersten Flug nach Amsterdam. Von Amsterdam flogen wir weiter nach Trondheim. Dort warteten wir auf unseren Anschlussflug nach Mo i Rana - unserem endgültigen Reiseziel. Nach etwa zwei Stunden bemerkten wir, dass wir unser Gepäck holen und für den Anschlussflug erneut einchecken mussten. Unser Weg führte direkt am norwegischen Zoll vorbei. Dort wurde ein Drogenspürhund auf uns aufmerksam. Alexander wurde verdächtigt, Drogen mitgenommen zu haben. Der Verdacht wurde jedoch nicht bestätigt. Nun konnten wir in das Propellerflugzeug nach Mo i Rana steigen. Als wir dort ankamen, wurden wir von den norwegischen Lehrern herzlich begrüßt und zum Hotel gebracht.


Tag 2 (25.03.2017)

Heute lernten wir die Preise Norwegens kennen und so konnte es passieren, dass man schnell für eine Pizza und eine Cola rund 35 Euro ausgegeben hat. Schon da machten wir uns Sorgen, ob die 250 Euro, welche jeder ungefähr mitnahm, für die zwei Wochen ausreichen würden.


Tag 3 (26.03.2017)

image003Heute gingen wir zusammen mit zwei norwegischen Lehrern zur norwegischen Biathlon Championship in Skillevollen. Dort konnte man die Liebe der Norweger zum Skisport erkennen. Ein Teil der Gruppe wanderte Abseits den Berg hoch und baute einen Schneemann.

 


Tag 4 (27.03.2017)

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Heute war ein Stadtrundgang geplant, der wegen schlechten Wetters verschoben werden musste. Deshalb mussten wir auch erst um 12 Uhr in der Schule sein. Als wir dort ankamen, führte uns Michael „The English Man“ durch die Schule. Nach der Präsentation der Schule wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und dann in den praktischen Teil eingewiesen.


Tag 5 (28.03.2017)

image006Am heutigen Tag wurden wir gemeinsam mit den norwegischen Schülern in drei Gruppen aufgeteilt und durch die Stadt geführt. Danach begannen wir in zwei Gruppen mit der praktischen Arbeit. Viele freuten sich auf das Lunch, da das Essen in der Schule für uns kostenlos war. Nach dem Lunch hatten wir zusammen mit den norwegischen Schülern eine Sportstunde. Hier sorgte Victtor für große Augen als er anfing, Basketball zu spielen. Keiner der anwesenden Schüler konnte sich mit ihm messen.
Am Abend fanden wir unser großes Glück - einen Bürgerladen, wo wir für schlappe 15 Euro einen „MC MENÜ“ essen konnten, was in der Umgebung am günstigsten war. Dieser Laden wurde schon an diesem Tag zu unserem Stammlokal.


Tag 6 (29.03.2017)

image008An diesem Tag hatten wir ein gemeinsames Projekt. Wir wurden in die Funktion des PT100 (Temperaturfühler) eingewiesen und mussten Temperaturen im Eiswasser oder bei 100 Grad Celsius messen und Widerstand, Strom und Spannung berechnen. Anschließend gingen wir wieder in unsere zwei Gruppen zurück und führten unsere praktische Arbeit weiter, die wir an diesem Tag auch abschließen konnten.
Wir konnten an diesem Tag die Freundlichkeit der Norweger erkennen. Wir bekamen, ohne direkt nachzufragen, drei Schlitten ausgeliehen und benutzten sie noch am selben Abend.


Tag 7 (30.03.2017)

image010Es ging schon früh um 8 Uhr am Hotel los. Wir machten uns mit einem Kleinbus auf den Weg zum nördlichen Polarkreis. Dort angekommen konnten wir es nicht fassen. Wohin das Auge sehen konnte - Schnee... Es erinnerte an eine Wüste aus Schnee und wir waren von der atemberaubenden Landschaft verblüfft. Auf der Heimfahrt wurden wir von einem der norwegischen Lehrer in einer warmen und bequemen Hütte zu mehreren Rentier-Kebab eingeladen. Anil entschied sich zwölf dieser Kebab zu verschlingen. Wir haben noch nie etwas Schmackhafteres gegessen und das Fleisch war traumhaft lecker.

image012Zitat von Anil: „Nur noch einen“

Als wir dachten der Tag wäre vorbei, wurden wir erneut überrascht als uns der gleiche Lehrer noch zum Schneemobil fahren eingeladen hatte. Nico entschied sich, von der Strecke leicht abzuweichen und eine etwas gefährlichere Abkürzung anzufahren. Als wäre der Tag nicht schon schön genug, gingen wir am selben Abend noch Skifahren. Keiner außer Patrick ist jemals Ski gefahren und wir freuten uns auf dieses Abenteuer. Anfangs war es für viele von uns schwer, überhaupt auf diesen Brettern zu stehen. Doch Victtor fuhr schon nach fünf Minuten den Hang hinunter. Anil verletzte sich leider am linken Bein und viel dadurch für sportliche Aktivitäten vorerst aus, was für alle ein schwerer Schlag war. Thomas konnte beim Bergab fahren nicht bremsen und entschied sich eine Alternative fürs Bremsen zu suchen. Resultat: ein geprellter kleiner Finger. Somit viel auch Thomas vorerst aus. Wir waren am Ende des Tages alle schlapp und konnten sehr gut schlafen.


Tag 8 (31.03.2017)

image014Heute fuhren wir um 8:15 Uhr zusammen mit zwei norwegischen Lehrern und Herrn Lamminger zur Statkraft-Anlage. Statkraft ist international führend in Wasserkraft und Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energie. Er versorgt halb Norwegen durch Strom aus Wasserkraftwerken und ist somit einer der wichtigsten und größten Firmen Norwegens. Dort angekommen wurden wir von einem Arbeiter, der etwas mehr zu sagen hatte, zu einer Präsentation über die Anlage und die Funktionsweise der Turbinen informiert. Die Präsentation schien nicht zu enden. Trotzdem merkte man schon da, dass er mit Herz und Seele seinen Job liebt und wie ein Buch alles über die Firma wusste. Er wusste selbst jedes kleinste Detail der Geschichte seiner Firma und konnte dies interessant gestalten. Alexander, der am Morgen verpasste zu frühstücken, bekam keine Chance zu Essen und war dementsprechend gelaunt. Nach dieser Präsentation ging es 50m unter die Erde wo wir komplett über die Anlage geführt wurden. Selbst dort wusste der Arbeiter jedes kleinste Detail der Maschinen und konnte uns viel beibringen. Nach dem Rundgang dachten wir, wir könnten gehen. Stattdessen wurden wir erneut zu einer Präsentation eingeladen. Nun befanden wir uns im „Hauptquartier“ der Anlage. Wir wurden dort über die verschiedenen Arbeitsstellen und deren Aufgaben informiert. Nach nun sechs Stunden in der Anlage hatten wir es nun endlich geschafft. Im Bus angekommen sprach einer der Lehrer unsere laut aus: „I nearly died in there!“.image016
Am selben Abend wurden wir noch zu einer LAN-Party der Schule eingeladen wo uns netterweise sechs PCs zur Verfügung gestellt wurden. Somit konnten wir auf dieser LAN-Party, die drei Tage durchgehend am Laufen war, ein bisschen Heimat mithilfe von Videospielen genießen. Hier muss man erwähnen das uns die Schüler herzlichst versorgt haben und so wurden wir auf Getränke eingeladen. Einer der Schüler lieh Alexander sogar über Nacht seine E-Shisha aus, die hier nicht gerade billig ist. Somit konnten wir auf dieser Party eine gute Beziehung zu den Schülern aufbauen. Um 4 Uhr morgens entschieden wir uns dann wieder zurück ins Hotel zu gehen.


Tag 9 (01.04.2017)

Wir gingen zusammen Herr Schilling, der am Vorabend angereist war, erneut Ski fahren. Nun ein wenig vertrauter mit den Skiern, übten wir fleissig weiter, um besser zu werden. Trotz allem blieb der ein oder andere Sturz nicht aus. Victtor entschied sich, die rote Piste vom Gipfel zu fahren.

Zitat von Victtor: „Ist voll geil“

Wir riskierten immer mehr und mehr und konnten deshalb am Ende des Tages alle Stolz auf uns sein. Da die LAN-Party noch am Laufen war, gingen wir erneut dorthin um uns mit Videospielen zu vergnügen. Mit den nun vertrauten norwegischen Schülern hatten wir auch an diesem Abend sehr viel Spaß. Einer der Schüler fuhr Anil und Alexander sogar zur Tankstelle um dort etwas zum Essen zu holen.


Tag 10 (02.04.2017)

Für heute hatten wir keine Pläne und entschieden wir uns, Schlittenfahren zu gehen. Die Wege auf denen wir fuhren waren vereist und glatt und somit nahmen wir enorme Geschwindigkeiten an. Es ging über Brücken und scharfe Kurven bis zu einer stillgelegten Skisprungschanze die wir hochliefen. Anfangs wollten wir noch hinunter fahren doch das war uns dann doch zu riskant. Nachdem ein etwas stärkerer Schneefall kam, entschieden wir uns langsam Richtung Hotel zurück zu gehen. Abends gingen wir dann zusammen mit Herr Schilling bei Peppes Pizzas essen wo uns der Kellner mit unseren Getränken eine erfrischende Dusche verpasste. Zufälligerweise überlebte Herr Schillings Apfelsaft.


Tag 11 (03.04.17)

Heute wurden die praktischen Gruppen getauscht. Somit hatten die Elektroniker IT und die IT-ler Elektrotechnik. Im IT Unterricht waren die Elektroniker froh, Elektroniker zu sein, da der IT Unterricht nicht gerade einfach war. Wir hatten nicht gerade viel Erfahrung mit IT. Die IT-ler hatten es etwas einfacher. Abends gingen wir zusammen ins Hallenbad wo nach gemeinsamem Rutschen das Saunieren folgte. Nach dem Schwimmbad ging Herr Schilling einkaufen und die Schüler entschieden sich in ihr Stammlokal zu gehen. Dort war unser Chickenburger im „Angebot“, was uns freute. Nach diesem Tag waren wir erschöpft wie noch nie.


Tag 12 (04.04.2017)

Der Tag, auf den sich die meisten sehr freuten. Wir fuhren nach Schweden um dort im Skigebiet Hemavan Skifahren zu gehen. Da wir nun ein wenig geübt waren, entschieden wir uns bald, hoch auf das Gipfelgebiet zu fahren. Dort war der Schnee besser und man hatte reichlich Platz zu üben. Es gab eine enorme Auswahl an Routen was das Fahren sehr interessant gestaltete. Zum goldenen Abschluss gingen Patrick, Victtor und Alexander auf über 1200m Höhe um vom Gipfel zu fahren. Ein Erlebnis das man so schnell nicht wieder erleben wird. Anfangs hatten wir kaum Sicht, doch als sich der Nebel lichtete, hatten wir eine atemberaubende Sicht auf das Tal. Doch man konnte sie nicht allzu lang genießen da es mit über 60km/h bergab ging und so fuhren sie 5km in wenigen Minuten.


Fortsetzung folgt...

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