"Das Rheingold" - Opernbesuch von 12ern und 13ern in Karlsruhe

bild1Wer von den Schülerinnen und Schülern, die am 05.05.2018 Richard Wagners Oper „Das Rheingold“ im Badischen Staatstheater hörten und sahen, Tolkiens „Herr der Ringe“ gelesen oder gesehen hat, weiß spätestens nun, woher der britische Fantasy-Autor u.v.a. Anregungen für seine pseudomythologischen Stoffe genommen hat: aus der germanischen Mythologie, aus der auch Wagner schöpfte. Frodo Beutlin ist gefordert, „den einen Ring“ zu vernichten, welcher unermessliche Macht verleiht. Absolute Macht verleiht auch der Ring, den der Nibelung Alberich aus dem Gold schmiedet, das er den spöttischen Rheintöchtern entwendet hat.

Zwei Stunden hochwertige Gesangs- und Darstellungskunst im Großen Haus konnte die Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgangsstufen 12 und 13 des Technischen Gymnasiums erleben. Aufgrund von Wagners Leitmotivtechnik erscheint „Das Rheingold“ melodisch recht zugänglich, wobei die Karlsruher Inszenierung für Newcomer schwerer zu greifen war, ist sie doch, eingebettet in den Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“, angefüllt mit Anspielungen auf die weitere Handlung um Siegfried den Drachentöter und andere Figuren.

Eine ausführliche Nachbesprechung des Opernbesuches fand im Unterricht statt – hier wurden Aspekte der romantischen Musik im Gesamtkontext der Romantik als Epoche behandelt. Ebenso wurde vor dem Hintergrund aktuellen (musikindustriellen) Geschehens in Deutschland Wagners antisemitische Polemik, die insbesondere ins 20. Jahrhundert nachwirkt, thematisiert.

[eis]

 

Aktuell sind 662 Gäste und keine Mitglieder online