„Selbst etwas zu erschaffen, das war ein Erlebnis“ - 59 Techniker präsentierten ihre Abschlussarbeiten

Fabian Foshag

Früher hat er nur zusammen gebaut, was andere konstruiert haben. „Jetzt selbst etwas zu erschaffen, das war ein Erlebnis“, berichtet Fabian Foshag. Der gelernte Werkzeugmechaniker hat als Technikerarbeit ein Konzept dafür entwickelt, wie sich an E-Autos die Ladeklappe innovativ öffnen lässt. Am Samstag, 30. Juni, hat er das Ergebnis als 3D-Druck in der Wilhelm-Maybach-Schule präsentiert – zusammen mit 58 anderen Absolventinnen und Absolventen der zweijährigen Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker in den Fachrichtungen Maschinentechnik sowie Automatisierungstechnik und Mechatronik.

Unter den vielen Besuchern der Ausstellung sind neben Lehrern, Eltern und Firmenvertretern auch diejenigen, die im Herbst mit ihrer Techniker-Weiterbildung beginnen. „Sie sollen sehen, was sie nach zwei Jahren können sollten“, sagt Schulleiter Dieter Thumm zur Begrüßung. Die Neuen können von den Absolventen aber auch erfahren, welche Herausforderungen sie in den letzten zwei Jahren gemeistert haben.

Simon HuberSimon Huber etwa hat „das letzte halbe Jahr viele Nerven und schlaflose Nächte gekostet“. Denn was er auf dem Papier geplant hatte, hat in der konkreten Umsetzung oft Probleme bereitet. Umso größer ist der Stolz nun, da er an dem Demonstrationsförderband steht, das Teil seiner Abschlussarbeit war. Trotzdem kann er die Techniker-Ausbildung unbedingt empfehlen: Er habe dadurch erst wirklich verstanden, was er in der Berufsschule als angehender Mechatroniker dem Lehrer einfach geglaubt und auswendig gelernt habe. Momentan allerdings freut sich Huber, dass das abendliche Lernen erst einmal ein Ende und er wieder Feierabend hat.

Jan FroedeJan Froede dagegen überlegt schon, wie er sich noch weiter qualifizieren kann. Der Elektroniker für Geräte und Systeme hat eine Station entwickelt und aufgebaut, an der Sägemotoren geprüft werden können. Bislang musste diese Qualitätskontrolle händisch erledigt werden. Dass er im Rollstuhl sitzt, habe während der Techniker-Weiterbildung weder in der Schule noch in der Firma eine Rolle gespielt. Das betont er, weil er auch die Erfahrung gemacht hat, dass Unternehmen auf seine Bewerbungen in der Vergangenheit eher zurückhaltend reagiert haben.

Neben dem tieferen Einblick in die Technik fand Froede vor allem das Fach Betriebliche Kommunikation interessant. Da standen auch die Themen Konfliktlösung und Präsentationstechniken auf dem Stundenplan. Diese Kenntnisse brauchen die Techniker-Absolventen, wenn sie jetzt im mittleren Management tätig werden. (en)

 

Die Themen aller Abschlussarbeiten sowie die beteiligten Betriebe können in den Einladungen nachgelesen werden:

pdfEinladung zur Technikerpräsentation Maschinentechnik zum Download

pdfEinladung zur Technikerpräsentation Elektrotechnik-Automatisierungstechnik zum Download

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