Kinobesuch "Der Trafikant" nach Robert Seethalers Roman

Am 26.11.2018 besuchte die Klasse BSFHR1 eine Abendvorstellung des Films „Der Trafikant“ im örtlichen Kino.

ZIMG 20181127um Inhalt: Mutter Huchel schickt ihren 17-jährigen Sohn Franz in die Lehre zu dem Kriegsversehrten Otto Trsnjek, der in Wien eine Trafik betreibt. Franz, der „Burschi“ aus dem Salzkammergut, wird von Trsnjek in die Welt des Zigarren- und Zeitungsverkaufs eingeführt. Auf dem Weg des Erwachsenwerdens lernt er unter den verschiedensten Kunden Professor Sigmund Freud sowie im Prater das böhmische Mädchen Anezka und mit ihm die Liebe kennen. Sowohl Trsnjek, der sich eine klare Haltung gegen den Nationalsozialismus bewahrt und unterschiedslos jüdische wie nichtjüdische Kunden gleichermaßen bedient, als auch Freud stehen schon länger im Visier derjenigen, die Hitlers Annexion Österreichs im März 1938 frenetisch feiern und die ihrer Aversion gegen sie nun auf brutale Weise Ausdruck verleihen. Mit ihrer beider Schicksal ist gewissermaßen auch das von Franz Huchel verbunden…

Robert Seethalers Roman „Der Trafikant" von 2012 ist Pflichtlektüre im Berufskolleg. Der Autor, auch als Schauspieler aus Fernsehproduktionen einem größeren Publikum bekannt, tritt in der Verfilmung zweimal in einer Nebenrolle auf. Die Stimmen nach der Vorstellung waren überwiegend positiv, wenngleich der Film gewisse merkliche Längen und Schwächen hat. Daher sollte man es sich nicht nehmen lassen, den hervorragenden Roman s e l b s t zu lesen – die Geschichte von dem kurzen Werdegang und dem Ende eines jungen Menschen während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, der ein Zeichen gegen dieselbe setzte.

[eis]

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