Erkundung der neuen Lernfabrik der Wilhelm-Maybach-Schule mit dem Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Heilbronn

Verkettetes MaschinensystemLager mit Lego-Duplo® Bausteinen, Transporteinheit und Produktionsroboter (rechts hinten) des verketteten Maschinensystems der Wilhelm-Maybach-Schule. Foto: Markus SütterlinIm Oktober 2021 hatte das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Heilbronn zur Erkundung der neuen Lernfabrik der Wilhelm-Maybach-Schule Heilbronn eingeladen. Mit der Vorstellung und Demonstration der Lernfabrik 4.0 der Wilhelm-Maybach-Schule erhielten Partner aus Schule und Wirtschaft direkten Einblick in diese richtungsweisende Investition in die Digitalisierung der Ausbildung und Qualifizierung von technischen Fachkräften für die Industrie 4.0, wie hier in einem kurzen Film zu sehen ist.

Die Lernfabrik besteht aus einem verketteten Maschinensystem, das mit Lager, Transportsystem und Robotern eine komplexe automatisierte Produktionsanlage abbildet, auf der individuelle Baugruppen vollautomatisch und datenbankbasiert hergestellt werden können. Das Besondere an der Lernfabrik 4.0 der Wilhelm-Maybach-Schule erläuterte Schulleiter Dieter Thumm: „Wir statten das komplexe verkettete System selbst mit Soft- und Hardware aus, um Schülern und Lehrern einen sehr tiefen Einblick in die moderne IT-basierte Automatisierungstechnik zu bieten. So können wir die Schüler sehr gut auf die berufliche Praxis vorbereiten, in dem wir diese komplexen und praxisorientierten Lernprozesse direkt vor Ort haben.“ Deshalb wurden das Transportsystem und die beiden Roboter im Rohzustand angeschafft und die einzelnen Steuerungs- und Automatisierungseinheiten als Technikerarbeiten selbst entwickelt, geplant und aufgebaut. Durch diesen hohen Grad an Eigenleistung entstehen einerseits anspruchsvolle Technikerabschlussarbeiten. Andererseits kann die Anlage gezielt auf die Bedürfnisse und Wünsche der Berufsschule hin ausgebaut werden.

Unter dem Motto „Digital ist Norm(al)“ präsentierte Markus Sütterlin, Fachgruppenleiter der Fachschule für Automatisierungstechnik und Mechatronik, zusammen mit drei Technikerschülern den Aufbau und Betrieb dieser modernen digitalen Produktion. Das Transportsystem wurde im Juli 2020 in einem neu gestalteten Laborraum aufgebaut und im Schuljahr 2020/21 trotz Pandemie und Fernunterricht von Technikerschülern in drei Abschlussarbeiten in Betrieb genommen. Die von der verketteten Anlage herzustellenden Produkte bestehen aus Lego-Duplo® Bausteinen, die mittels eines Trak-Systems aus einem Lager gefördert und von einem Roboter auf einer Trägerplatte montiert werden. Die Farbe der Bausteine und die Position der Bausteine auf der Trägerplatte bestimmen die Eigenschaften und somit auch den Wert des abstrakten Produkts.

Auf der Anlage, die man mit einer überdimensionalen Modell-Eisenbahnanlage vergleichen kann, werden an verschiedensten Stellen die Bausteine auf Schlitten transportiert. Die anwesenden 19 Besucher aus Schulen, Ausbildungsbetrieben, Kammern, Agentur für Arbeit, der Hochschule und der Stadt Heilbronn verfolgten die rasante Vorführung direkt an der Anlage. Der Organisator der Veranstaltung, Harald Daumüller vom Service SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg, zeigte sich begeistert, denn die digitale Transformation unserer Wirtschaft sei unverzichtbar: "Hier wird Digitalisierung gelebt – von der Ausbildung der zukünftigen technischen Fachkräfte bis hin zum fertigen Endprodukt." 

Das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Heilbronn fördert den Erfahrungsaustausch, entwickelt Veranstaltungen und ist Partner für die Bildungsthemen. Dabei spielt die Vernetzung von Ausbildungsunternehmen, Schulen, Berufsschulen, Bildungsträgern und Vertretern der Agentur für Arbeit und der Kammern eine große Rolle. Wenn auch Sie vom Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT profitieren wollen, informieren Sie sich unter: https://heilbronn.suedwestmetall.de/schulewirtschaft (Text: Service SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg)

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