Neuerscheinung: „Maybach-Perspektiven. Die Wilhelm-Maybach-Schule Heilbronn erinnert an den König der Konstrukteure“

Titelcollage"In den Maybach-Fahrzeugen steckt das ganze Know-How drin, das Wilhelm Maybach seinem Sohn Karl vermittelt hat." - Wilhelm Maybach im Jahr 1878 neben dem schuleigenen Maybach SW 38 der Wilhelm-Maybach-Schule. Collage: Rita Stein, Fotos: Jakob Eckert-Schwegler, Stadtarchiv Heilbronn.Die Wilhelm-Maybach-Schule und ihr Förderverein haben ein Buch veröffentlicht, das den Namensgeber der Schule im Jahr seines 175. Geburtstags würdigt. Es trägt den Titel „Maybach-Perspektiven. Die Wilhelm-Maybach-Schule Heilbronn erinnert an den König der Konstrukteure“. Das Buch stellt auf 48 reich bebilderten Seiten sehr kurzweilig wichtige Erfindungen und Lebensstationen von Wilhelm Maybach vor und präsentiert unterschiedliche Perspektiven auf seine herausragenden Leistungen als Motoren- und Automobilingenieur. Zum Beispiel erzählen Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, und Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel davon, was sie mit Wilhelm Maybach verbinden.

„Besonders freuen wir uns, dass Irmgard Schmid-Maybach, die inzwischen 98-jährige Tochter von Karl und Enkelin von Wilhelm Maybach, in dem Buch über ihre berühmten Vorfahren und ihre enge Verbindung zur Wilhelm-Maybach-Schule berichtet“, sagt der stellvertretende Schulleiter Heiko Rebstock, der das Buch zusammen mit Katharina Eckstein vom Förderverein der Schule herausgegeben hat. Schule und Förderverein sei es ein großes Anliegen, die Erinnerung an Wilhelm Maybach wach zu halten, unter anderem durch den von Irmgard Schmid-Maybach gestifteten Maybach-Preis, mit dem die Schule jedes Jahr ihre besten Absolventinnen und Absolventen ehrt.

Die Festschrift erinnert auch an die Fertigstellung des schuleigenen Maybach SW 38 vor 20 Jahren. Das Besondere an dem Schul-Oldtimer: Schüler und Lehrer haben ihn bis 2001 in 18-jähriger Projektarbeit mit 90 Prozent Originalteilen aufgebaut – tatkräftig unterstützt von zahlreichen Unternehmen und Förderern. Deshalb thematisiert das Buch immer wieder die enge Beziehung Wilhelm Maybachs zu seinem Sohn Karl, der die Maybach-Fahrzeuge ab 1921 produziert hat. Darin stecke das ganze Know-How, das Wilhelm seinem Sohn vermittelt habe, informiert etwa der Maybach-Biograf Dr. Harry Niemann in den Maybach-Perspektiven. Und die Historikerin Dr. Heike Weishaupt schreibt, dass es eine Triebfeder von Sohn Karl gewesen sei, seinen Vater zu rehabilitieren, der die Daimler-Motoren-Gesellschaft nach jahrelangen Querelen 1907 gedemütigt verlassen habe.

„Uns war es wichtig, nicht nur die konstruktiven Leistungen Wilhelm Maybachs wie den ersten schnelllaufenden Benzinmotor oder den ersten Mercedes zu würdigen, sondern auch die jeweiligen menschlichen und gesellschaftlichen Kontexte zu berücksichtigen“, erläutert Herausgeberin Katharina Eckstein die Konzeption des Buches. Ihre Lieblingsanekdote sei, dass Wilhelm Maybach zunächst Konditor werden sollte, vermutlich, weil in der Backstube des Bruderhauses Reutlingen, in dem der elternlose Wilhelm Maybach seit seinem 10. Lebensjahr eine Heimat gefunden hatte, ein Lehrling gesucht wurde.

Wichtig ist den Herausgebern zudem gewesen, neben Fachleuten auch Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer der Wilhelm-Maybach-Schule zu Wort kommen zu lassen. Darüber hinaus hat die Lehrerin und Diplom-Designerin Rita Stein das Layout des Buches gestaltet. Die „Maybach-Perspektiven“ richten sich aber nicht nur an die Schulgemeinschaft, die Gäste der Schule und die Mitglieder des Fördervereins, sondern an die gesamte „Maybachfamilie“ und an alle Interessierten in und um Heilbronn. Das Buch kann über den Förderverein der Schule, der die Druckkosten übernommen hat, kostenfrei bestellt werden per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Eine Webumsetzung des Buches findet sich unter https://maybach.wms-hn.de.

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