Die Wilhelm-Maybach-Schule trauert um Irmgard Schmid-Maybach, die Enkelin ihres Namensgebers

irmgard schmid maybach porträtDie 98-jährige Enkelin von Wilhelm und Tochter von Karl Maybach starb am 21.11.2021 in San Francisco, wo sie seit den 1950er Jahren lebte. Sie war der Wilhelm-Maybach-Schule über Jahrzehnte eng verbunden. „Mit ihr verlieren wir eine sehr großzügige Förderin unserer Schule“, würdigte Schulleiter Dieter Thumm die Verstorbene. Bis zuletzt habe sie regen Anteil daran genommen, wie die Schule das Andenken an Wilhelm Maybach pflege. In dem kürzlich erschienenen Buch „Maybach-Perspektiven. Die Wilhelm-Maybach-Schule erinnert an den König der Konstrukteure“, das anlässlich des 175. Geburtstags von Wilhelm Maybach von der Schule und ihrem Förderverein erstellt wurde, berichtet sie ausführlich über ihre berühmten Vorfahren und ihre enge Beziehung zur Wilhelm-Maybach-Schule.

Irmgard Schmid-Maybach stiftete 1980 den Maybach-Preis, mit dem die Wilhelm-Maybach-Schule jedes Jahr ihre fünf besten AbsolventInnen ehrt. Sie zeichnet damit junge Menschen aus, die sowohl leistungsbereit sind als auch verantwortungsvoll handeln. Mit der Stiftung des Preises verband Irmgard Schmid-Maybach den Wunsch, Schülerinnen und Schüler zu würdigen, die wie ihr Großvater Wilhelm Maybach mit Fleiß und Durchhaltevermögen Großes geleistet haben. „Mit diesem Preis möchte ich die Biografie von Wilhelm Maybach auch für die Gegenwart wirksam machen – anhand der Förderung von jungen Talenten“, sagte Schmid-Maybach in einem Interview in den Maybach-Perspektiven. 2005 war sie zuletzt an der Schule gewesen und hatte den 25. Maybach-Preis persönlich überreicht. 

Die Idee des Preises entstand 1979, als Heilbronn, die Geburtsstadt Wilhelm Maybachs, zu einem Festakt anlässlich seines 50. Todestages eingeladen hatte. Bei dieser Gelegenheit regte der ehemalige Lehrer der Wilhelm-Maybach-Schule Klaus Schellenberger bei Irmgard Schmid-Maybach an, einen Preis für hervorragende schulische Leistungen zu stiften, um so die Erinnerung an den bedeutenden Automobilkonstrukteur Wilhelm Maybach und seine Lebenseinstellungen zu wahren. Nach Wilhelm Maybach war die Schule 1973 benannt worden, die zuvor Gewerbliche Schule hieß.

Auch das Restaurationsprojekt des schuleigenen SW 38 hat Irmgard Schmid-Maybach sehr großzügig unterstützt. „Es war einzigartig und zeugt auch heute noch von der großen Leidenschaft vieler Heilbronner und auch der jüngeren Generation für den Namen Maybach“, so Irmgard Schmid-Maybach in den Maybach-Perspektiven. Schüler und Lehrer haben den SW 38 bis 2001 in 18-jähriger Projektarbeit mit 90 Prozent Originalteilen aufgebaut. Wenn in den letzten 20 Jahren größere Reparaturen anstanden, war es für Irmgard Schmid-Maybach selbstverständlich, einen Teil der Kosten zu übernehmen. „Am liebsten wäre ihr gewesen, wenn davon niemand erfahren hätte“, berichtet Schulleiter Dieter Thumm. „Für diese lange und intensive Verbundenheit sind wir sehr dankbar.“ (29.11.2021, Foto: Wilhelm & Karl Maybach Foundation)

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